Matchberichte 3. Mannschaft
Hinwil, Punkt und zurück
Nach dem 7:3 Startsieg über Wetzikon und einer XL-Packung Euphorie unter der Woche erkämpfen sich die Goldküsten Maradonas in Hinwil den nächsten Punkt. 0:0 in einer alles anderen als langweiligen Partie. Die Aufstiegs-Ritter sind in Liga 4 angekommen.
Es war keine einfache Woche. Neben dem Rauschen im Pressewald, der Euphorie im Dorf, war auch das Wetter nicht Freund der Ballvirtuosen mit dem Faible für rauschenden Fussball. Am Mittwoch wurde das Training nach 40 Minuten abgebrochen. Die Pyro-Show am Himmel war zu gewaltig. Team-Metrologe Jörg Kachelmann (mit Lause Mädchen) jagte Team uns Staff vom Platz. Professionell auf der ganzen Linie. Am Freitag weilte das gesamte Team an der GV. 40 Minuten Training für Hinwil Auswärts? Andy Egli höhnte über die Hinterpfupfigen Nachrichten „Ohne Training holen die höchsten einen warmen Händedruck“. An der Personalfront fehlte mit Abazi der Flügelgott, seine Verletzung aus dem Startspiel stellte sich als doppelte gemoppelten Drehverschluss Überzieher der Mittelachsen-Stollen heraus, das MRI am Montag bei Teamarzt Stefan Frank soll dann endgültig Aufschluss über die Schwere geben. Das Spiel begann und es war von der ersten Minute klar, dass dieses Hinwil alles andere als aus dem Kegel & Dart Bereich ist. Gut organisiert und bis auf die Haarspitzen motiviert starteten die Oberländer in die Partie. Meilen hielt aber dagegen wie Hildebrand dem Euro. Es war eine sehr gute Partie. Weniger gut war Schiedsrichter Klloun. Er hatte definitiv nicht seinen besten Tag. Er zog die gelben Karten wie John Wayne seinen Colt. 8 (in Worten acht) gelbe Karten kassierte die Gelbschwarzen während der gesamten Partie. Notabene diese Mannschaft, die in der vergangenen Saison aus den Händen von Nelson Mandela den Weltfriedens-Nobelpreis erhielt. Die Bilder von Beglinger und seinen sieben Ponys ging um die Welt. Absolut Friedfertig. Jedes stöhnen, Hände verwerfen und nachfragen wurde mit gelb bestraft. Die gelbe Karte hatte gegen Ende der Partie durch erhöhten Gebrauch die Farbechtheit verloren, sie vergilbte. Wenigstens benachteiligte er beide Equipen im gleichen Masse. Dazwischen sah man zwei technisch starke Mannschaften, wobei Hinwil wuchtiger agierte. Meilen aber schlau. Hinten die perfekte Partie. Vorne eher im Konter-Milieu aktiv. Eine Art Hulk gegen Karate-Kid. Kohler war es, der nach einem Patzer von Gigi Vo Arosa im Tor der Hinwiler, beinahe überraschende Führung für die Gäste hätte erzielen können. Sein Schuss ko(hl)lerte aber hauchdünn am leeren Tor vorbei. Danach Action auf der Gegenseite. Cordes Volleyball-Einlage im eigenen Strafraum führte zum Penalty. Das sah sogar der Schiedsrichter. Die fällige rote Karte zog er aber nicht. Noch besser: Meilens Schlussmann Messerli guckte den fälligen Strafstoss an seinem Tor vorbei. Glück für Meilen. 0:0 zur Pause. Meilens Schnupperkurs in Hinwils Platzhälfte gegen Ende der ersten Halbzeit liess die Hoffnung am Leben. Nach einer farbigen ersten Halbzeit liefen in der Pause schwarzweiss Werbespots über die Videowand. Farbige Übersättigung drohte. Meilen ging jetzt mit mehr Mumm in Halbzeit zwei. Auffällig der Abazi-Ersatz auf dem linken Flügel. Marc, der Jüngere der Serna-Brothers, kam immer besser ins Spiel. Er schoss auch ein Tor. Doch der Unparteiische entschied auf Offside. Umstritten. Zum Glück gibt es keine Zeitlupen. Hinwil war zwar offensiv immer präsent, doch wirklich gefährlich wurde es nur selten. Cordes, Chrigu Messerli und auch später Overbeck mimten eine wunderbare Alain Geiger und Dominique Herr Gedenk-Innenverteidigung. Ein Bollwerk der oberen Tausend. Ganz hinten bewies Martin Messerli wieso er einen Boris-Smiljanic Memorial-Vertrag (bis 2032) unterschreiben durfte. Er war die Katze im Tor, die Wand. Vorne hatte man einen schweren Stand. Trotzdem hätte mit dem nötigen Wettkampf & Zocker Glück noch den Sieg vom Hüssenbüel klauen können. Alimi mit einem Heber aus 40 Metern und einem Freistoss, Marc Serna mit seiner zweiten grossen Chance hätten durchaus noch für Tormusik sorgen können. Doch das wäre dann des Guten zuviel gewesen. Die beiden Trainer lobten an der Pressekonferenz nach dem Spiel das sehr faire Spiel und fragten sich gemeinsam, welches Spiel der Schiedsrichter gepfiffen hatte. Jedes I-Phone App wäre ein geeigneter Spielleiter gewesen. Doch es lebe der Sport. Das gehört dazu. Nicht jammern. Der Plan als fairste Mannschaft im nächsten Jahr direkt an der Euro 2012 teilzunehmen ist nun wohl in die Hosen gegangen. Egal. Mit vier Punkten aus zwei Spielen ist der Start in die neue Liga geglückt. Oder „Dr Gwünner isch där Fuossboll.“ Hans Nötig
4. Liga
Hüssenbüel, Hinwil
SR: Prishet Klloun
FC Hinwil 2 – FC Meilen 1c 0:0 (0:0)
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, Cordes, Ch. Messerli (46. Overbeck), Komatzki (46. D. Sudakow), Saxer, Kohler, Beglinger (82. Schönbi), P. Serna, M. Serna, Alimi
Bemerkungen: Meilen ohne Meyer (Wilde Liebesnacht), Bächler (Immobilien Besichtigung in Lybien ), Marinkovic (Einsatz der musizierenden Landschaftsgärtner), Mjeku (SVP Event mit Paul Accola), Orifa (Parteitag Feministische Partei Die Frauen ), Büttikofer (löste aus Versehen 48-Stunden Karte im Hive), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Angerissene Schienbeinschoner), Abazi (Schnupperlehre beim türkischen Fussballverband), Senn (Event der anonymen ETH-Pitcher Vernichter), Ritz (Rechtsvorschlag) und Samiezadeh (Nicht zugelassene Schuhbändel)
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